Engagement

 

Engagement ist für den nachhaltigen Investmentansatz der EAM von großer Bedeutung.

Dabei werden eigene Initiativen mit Kooperationen auf nationaler wie auch auf

internationaler Ebene kombiniert. Grundlage für den strukturierten Prozess ist die

„EAM Engagement Richtlinie“, die Engagement-Themen, den Ansatz und das Prozedere

festlegt.

 

Luxushersteller

 

Weihnachten steht vor der Tür, und zu diesem Anlass greifen Konsumenten für ein luxuriöses Geschenk gerne

ein bisschen tiefer in die Taschen. Das Marktvolumen von Luxusgütern wie Textilien und Schmuck belief sich im

Jahr 2013 auf USD 217 Mrd. In den vergangenen zwanzig Jahren gab es nur zwei Phasen, in denen die Ausgaben

sanken, wobei diese Rückgänge bereits im Folgejahr aufgeholt wurden. Mit Umsätzen von USD 74 Mrd. liegt

Europa als größter Nachfrager vor Nord- und Südamerika mit USD 69 Mrd. und Asien mit USD 46 Mrd.

Da Textilien einen signifikanten Anteil in der Luxusbranche

ausmachen, hat die Erste Asset Management Unternehmen

aus dieser Branche kontaktiert. Wir wollten Informationen

zu den Sozial- und Umweltstandards in deren Zuliefererkette

sowie die häufig von Research-Agenturen  angesprochene

Intransparenz von Luxusunternehmen in Sachen Nachhaltig-

keit hinterfragen. Hierzu wurden Burberry, Christian Dior,

Hermès, Hugo Boss, Moët Hennessy Louis Vuitton (LVMH)

und Prada kontaktiert. Vier der Unternehmen haben nicht

auf unsere Kontaktaufnahme reagiert. LVMH sagte der EAM

die Beantwortung der Fragen zu, hat sich seither jedoch

nicht mehr gemeldet. Nur ein Unternehmen, Hugo Boss,

war bereit, mit uns über seine Nachhaltigkeitsstrategie zu

sprechen. Eine derart schwache Rückmeldequote hat die

EAM bisher in keiner anderen Industrie erfasst, was unseren

Eindruck bezüglich der Intransparenz von Luxusherstellern

untermauert.

Egal, wo man nach Nachhaltigkeitsstrategien von Luxusherstellern sucht, die Jagd ist meist vergeblich. Von

den oben genannten Unternehmen erstellt lediglich Hugo Boss einen eigenständigen Nachhaltigkeitsbericht.

Andere widmen nur einen kleinen Abschnitt ihres Jahresberichts der Nachhaltigkeit.

Nur 1 von 6 Luxusherstellernantwortete auf unsere Anfragen

In früheren Engagements fanden wir heraus, dass Nachhaltigkeitsaktivitäten von Zulieferern schwer zu

managen sind. Aus diesem Grund fragten wir Hugo Boss, auf welche Kriterien bei seinen Zulieferern besonders

geachtet wird. Das Unternehmen betont, dass eine ganze Reihe von Mindeststandards gefordert werden, wobei

diese für soziale Kriterien weitaus höher und detaillierter sind als bei Umweltkriterien. Die Standards reichen

vom Verbot von Kinderarbeit bis hin zum Anspruch auf Koalitionsfreiheit und Tarifverhandlungen. Im Umwelt-

bereich ist Hugo Boss bemüht, seine Zulieferer bei der Senkung ihrer Umweltbelastungen zu unterstützen,

konzentriert sich hierbei jedoch vor allem auf die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben.

 

(Richard Boulanger)

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